Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst- gegnerInnen (DFG-VK) NRW

Friedensfahrradtour durch NRW

Friedensfahrradtour 2014

29.07.2015 – Unter dem Motto „Für Frieden, atomare Abrüstung und ein ziviles Europa“ organisiert die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst- gegnerInnen (DFG-VK) NRW vom 1. bis 9. August eine Friedensfahrradtour, die in Münster beginnt und zum einzigen deutschen Atomwaffenstandort in Büchel (Eifel) führt.

In 15 Städten wollen die Friedensradler mit Aktionen zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Atombobenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, mit Diskussionsveranstaltungen und Kundgebungen vor Militäreinrichtungen für die Ächtung aller Atomwaffen werben und Alternativen zur Militärpolitik von Bundeswehr und NATO aufzeigen.

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Andreas Buro

Türkei quo vadis?

Andreas Buro

28.07.2015 – Die Kommentare überschlagen sich. Was bedeuten die Veränderungen der Frontstellungen im türkisch-kurdisch-islamistischen und US-amerikanischen Verhältnis? Hier einige Thesen:

• Der gegenwärtig oft zitierte türkisch-kurdische Friedensprozess war von türkischer Seite vorrangig ein taktisches Mittel, um vor Wahlen Stimmen für die Regierungspartei AKP zu werben. Nach den Wahlen wurden Versprechen nicht eingelöst oder nicht weiter verfolgt. PKK-Führer Abdullah Öcalan, der sich stark für einen Prozess der Aussöhnung zwischen Türken und Kurden auch in Gesprächen mit Repräsentanten aus Ankara einsetzte, wurde so desavouiert. Die Ermordung von zwei türkischen Polizisten einer Spezialtruppe durch PKK-Kämpfer dürfte nicht in seinem Sinne gewesen sein, war dies doch eine Steilvorlage für Erdogan, um der PKK die Schuld für die Beendigung des Friedensprozesses in die Schuhe zu schieben. Zeigt sich hierin ein Abklingen seines Einflusses in der PKK, die von seiner Friedenspolitik enttäuscht ist?

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„Projekt Münchhausen“ / Lügengeschichte des Monats August 2015

Der Kalte Krieg made in USA?

Im Zweiten Weltkrieg hatten 1945 die Alliierten das nationalsozialistische Deutsche Reich besiegt. Kurz danach standen sich Westalliierte und die Sowjetunion als Feinde gegenüber. Jede Seite beschuldigte die andere. Aus westlicher Sicht war es ein Ost-West-Konflikt. Sehr pauschalisierend gesagt, war der Auslöser für den Konflikt aus amerikanischer Sicht die aggressive Bereitschaft der UdSSR, anderen Ländern ihr sozialistisches Gesellschaftsmodell aufzuzwingen. Dem traten die USA als führende Macht im Namen der Freiheit entgegen. Diese Sichtweise setzte sich auch in Deutschland im Wesentlichen durch.

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Uri Avnery

Sheldon's Stooges

Uri Avnery

25.07.2015 – IN JAPAN in the good old days, Binyamin Netanyahu would by now have committed hara-kiri.

In England at that time, the king [or “monarch” to keep Victoria happy] would have sent him as governor to [or “would have appointed him governor of”] the most remote little island in the Pacific Ocean.

In Israel, his popularity rating is bound to go up.

Because in our country, the old adage is getting a new twist: Nothing Succeeds Like Failure.

AND WHAT a failure! Wow!!!

He has practically declared war on the President of the United States, the Leader of the Free World, the Supreme Protector of the Jewish State.

Not so long ago, one would have thought this impossible. But nothing is impossible for Binyamin Netanyahu.

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Gershon Baskin

Needed - a new approach to Gaza

Gershon Baskin

22.07.2015 – It is time to open the diplomatic toolbox to find a different way to deal with the Gaza Strip.

Gaza is an enemy territory run by a terrorist organization that refuses to recognize Israel’s right to exist and is constantly re-arming itself for the next round of violence. There are 1.8 million people living there who are cut off from the world and completely dependent on Israel for food, water, electricity, medicine and more, and yet Israel’s influence in shaping the future of Gaza is next to zero. Even allowing billions of dollars of international aid to enter Gaza will not prevent the next round of fighting, which will almost certainly bring about further destruction that will then require an additional round of international aid, along with all of the international condemnations of Israel’s military actions.

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Ein Gespräch 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges

Die europäische Zivilisation ist kriegsuntauglich geworden

Im Juni 1988 kam es in der Ev. Akademie Loccum zu einer außergewöhnlichen Begegnung. Diplomaten, Journalisten aber sensationellerweise auch Militärs aus Ost und West, Offiziere der Bundeswehr und der NVA der DDR, diskutierten ernsthaft miteinander über Auswege aus dem Kalten Krieg und die Schaffung einer europäischen Sicherheitspartnerschaft.

Zu den Teilnehmern dieser Tagung gehörten auch Prof. Wilfried Schreiber, damals Oberst der NVA und Dozent an der Militärpolitischen Hochschule (MPHS) "Wilhelm Pieck" Berlin, und als Journalist aus der Bundesrepublik der heutige aixpaix-Herausgeber Otmar Steinbicker.

Im Gespräch erinnern sich die beiden nach 27 Jahren an diese ungewöhnliche Tagung und diskutieren ausgehend von der Loccum-Erfahrung über die aktuellen Kriegsgefahren. Ist ein neuer heißer Krieg überhaupt denkbar? Viele Aspekte sind dabei zu berücksichtigen. Nur eines scheint sicher: Es ist nicht das letzte Gespräch, das die beiden zu diesem Thema miteinander führen.

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Heiko Kauffmann

Die Opfer Europas - Schluss mit der Barbarei!

Die Geschichte des Massensterbens von Flüchtlingen im Mittelmeer und an den Grenzen Europas ist eine erbärmliche Folge der Verletzung von Fürsorge- und Obhutspflichten der EU-Staaten gegenüber in Lebensgefahr und in Not geratenen Menschen und damit eine schier unendliche Geschichte politischen Versagens.

Es ist auch die Geschichte jahrelanger Ignoranz und Nichtbeachtung einer unendlichen Zahl von Berichten, Eingaben, Dokumentationen, Appellen und Mahnungen aus der Zivilgesellschaft, des nachlässigen Umgangs mit internationalem Recht bis hin zum Bruch von Völkerrechtsstandards zum Schutz von Flüchtlingen und der Inkaufnahme ihres Todes.

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Otmar Steinbicker

Zäh, schwierig, aber letztlich erfolgreich: Zusammenarbeit im UNO-Sicherheitsrat zahlt sich aus

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Nach 13 Jahren ist endlich der Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt und die Welt kann ein wenig aufatmen.

Ob der Iran jemals Atomwaffen produzieren wollte oder nicht, wird sich womöglich niemals zweifelsfrei klären lassen. Ein forciertes Programm für Atomwaffen hätte wohl anders ausgesehen, ein eindeutiges Nein zu Atomwaffen zweifellos auch.

Eine der Tücken lag in den Bestimmungen des 1970 in Kraft getretenen Atomwaffensperrvertrages. Dieser gestattet den Mitgliedsstaaten explizit die zivile Nutzung und Weiterentwicklung der Atomenergie. Dazu gehört auch die problematische Urananreicherung, die nicht nur zivil, sondern auch zur Herstellung von atomwaffentauglichem Uran genutzt werden kann.

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Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen“ zum Iran-Atom-Abkommen

Atomwaffen: Weiterbreitung verhindern, Abrüstung vorantreiben

14.07.2015 – Der deutsche Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen“ begrüßt das heute abgeschlossene »Iran-Atom-Abkommen«. Nun müssen die von allen Mitgliedsländern des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 vereinbarten Bemühungen um einen massenvernichtungswaffenfreien Nahen Osten unter Einbeziehung Israels baldmöglichst wieder aufgenommen werden.

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70 Jahre Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Gedenken reicht nicht – atomwaffenfrei.jetzt!

13.07.2015 – Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich 2015 zum 70. Mal. Diese Jahrestage mahnen, alles uns Mögliche zu tun, damit solche Tragödien sich nicht wiederholen.

Deutschland gehört noch nicht zu den 159 Staaten, die sich in einer UN-Erklärung für die Ächtung des Einsatzes von Atomwaffen unter allen Umständen ausgesprochen haben. Ebenso wenig gehört Deutschland zu den 108 Staaten, die – mit Österreich als Vorreiter – einen völkerrechtlichen Verbotsvertrag vorantreiben wollen.

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Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Was könnte, was sollte die Bundesregierung im Sinne einer Befriedung in Syrien tun?

Andreas Buro, Foto: privat

Andreas Buro: Was könnte, was sollte die Bundesregierung im Sinne einer Befriedung tun? Sicher wäre es als ersten Schritt gut, die diplomatischen Beziehungen zu Damaskus wieder aufzunehmen. Wie soll sie sonst einen Dialog führen? Dabei sollte sie sich darum bemühen, die Bedingungen für humanitäre Hilfe, die tatsächlich bei den Menschen ankommt, zu klären. Parallel dazu sollte sie ihre Unterstützung für die Länder, die eine große Zahl an Flüchtlingen bei sich aufgenommen haben, kräftig ausweiten. Das gilt auch für die Lager in der Türkei, die zum Teil nur mangelhaft oder gar nicht versorgt sind.

Das kurdische Projekt Rojava, zu dem auch die umkämpfte und jetzt völlig zerstörte Stadt Kobane gehört, könnte zu einem Modell für eine syrische Verständigung werden.

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Friedensgutachten 2015

Deutschland muss mehr Verantwortung für den Frieden übernehmen – jenseits militärischen Engagements

09.06.2015 – Im „Friedensgutachten 2015“ appellieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von fünf deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstituten an die Bundesregierung, mehr Verantwortung für den Frieden zu übernehmen.

Sie sprechen sich für eine präventive Außenpolitik und gegen eine vorrangig militärische Konfliktbearbeitung aus.

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Interview mit Oberkirchenrätin Karen Hinrichs

Karen Hinrichs

„Leitend ist der Gedanke, dass die militärische Sicherheitslogik von einer friedenslogischen Politik abgelöst werden muss“

Ein aixpaix.de-Interview über den Evangelischen Kirchentag und Perspektiven von Friedensbewegung / 08.06.2015

Mit Oberkirchenrätin Karen Hinrichs von der Evangelische Kirche in Baden (EKiBA) sprach aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker über die Bilanz des Kirchentages, den spannenden Weg der badischen Landeskirche zu einer „Kirche des gerechten Friedens“ und Perspektiven der Friedensbewegung. Karen Hinrichs ist in der Kirchenleitung der badischen Landeskirche verantwortlich für Grundsatzplanung und Öffentlichkeitsarbeit.

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Otmar Steinbicker

Die Karten im Nahostkonflikt werden neu gemischt

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

06.06.2015 – Israel begeht den 48. Jahrestag des siegreichen Sechs-Tage-Krieges von 1967 und damit zugleich den Jahrestag der Besatzung der damals eroberten Westbank. Es ist in diesem Jahr für die Rechtsaußenregierung von Ministerpräsident Netanyahu kein glücklicher Gedenktag. Sie steht im Gegenteil unter einem bisher ungewohnten internationalen Druck.

Einem Paukenschlag gleich hatte US-Präsident Barack Obama in einem Interview mit dem israelischen Fernsehsender „Channel 2“, Netanyahu gewarnt, die Glaubwürdigkeit Israels aufs Spiel zu setzen.

Netanyahu hatte im März während des Wahlkampfes seinen Wählern versprochen: „Mit mir wird es keine Zweistaaten-Lösung geben!“ Dass er bereits 24 Stunden später unter dem Druck internationaler Proteste verbal zurückruderte, trug nicht zu seiner Glaubwürdigkeit bei. Obama hielt ihm denn auch vor, seine Definition einer Zweistaaten-Lösung sei mit so vielen Hürden zu versehen, dass sie nicht mehr umsetzbar sei.

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VENRO

Flüchtlingskatastrophe – sofortige Verstärkung humanitärer Maßnahmen

26.05.2015 – Angesichts der aktuellen Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer fordert VENRO von der Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene für die sofortige Verstärkung humanitärer Maßnahmen einzusetzen.

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Nach dem Ende des „Friedenswinter“

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Otmar Steinbicker:„Die Friedensbewegung muss endlich im digitalen Zeitalter ankommen!“

23.05.2015 – In dürren Worten teilte das Büro des so genannten „Friedenswinter“ mit: „Mit der Demonstration am 10. Mai in Berlin ist der Friedenswinter beendet. Somit schließt auch das Büro des Friedenswinters und die Mailinglisten werden nicht mehr bedient.“ Weiter heißt es dann: „Auch wenn unser gemeinsames Projekt Friedenswinter nun beendet ist, werden wir in unseren Organisationen und Initiativen weiter für den Frieden aktiv bleiben“

Für aixpaix.de sprach Jonas Voß mit aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker.

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Reiner Bernstein

Die Büchse der Pandora – Reportagen aus Israel und Palästina

Reiner Bernstein

22.05.2015 – Während in der Bundesrepublik in vielen hundert Veranstaltungen der erste Botschafteraustausch zwischen der Bundesrepublik und Israel gefeiert und die deutsch-israelische Wertegemeinschaft gerühmt wurde, ist von Israelis gleich welcher politischen Couleur die ängstliche Frage aufgeworfen worden, ob sich ihr Land auf den Status eines „failed state“ zubewege. Im Zeitalter der Globalisierung von Kommunikation, Hochtechnologien und handelspolitischem Austausch gefällt sich die israelische Politik darin, den Staat an die Wand zu fahren.

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„Projekt Münchhausen“ / Lügengeschichte des Monats Mai 2015

Die Lüge vom Raketenabwehrschild gegen Iran

Nach der Grundsatzeinigung, die den Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt hat, kommt die Frage auf: Wird jetzt auch das groß angelegte Raketenabwehrsystem der Nato begraben, das angeblich gegen iranische Atomraketen gerichtet war? Die Antwort lautet Nein. Die Behauptung, dass die geplante Raketenabwehr gegen Angriffe aus Iran und Nordkorea entwickelt wurde, ist schlicht eine Lüge.

Am 13. Dezember 2001 kündigte US-Präsident George W. Bush den ABM-Vertrag aus dem Jahr 1972, der die Raketenabwehr der USA und der UdSSR drastisch begrenzt hatte, mit den lakonischen Worten auf: „Heute habe ich Russland dem Vertrag entsprechend formell mitgeteilt, dass die USA sich aus diesem fast 30 Jahre alten Vertrag zurückziehen.“

Von einem Begründungszusammenhang mit Iran war da keine Rede.

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Otmar Steinbicker

Die Gefahr eines Atomkrieges ist wieder deutlich gestiegen

Aachener Nachrichten, 11.04.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Nach der Grundsatzeinigung, die den Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt hat, kommt die Frage auf: Wird jetzt auch das groß angelegte Raketenabwehrsystem der Nato begraben, das angeblich gegen iranische Atomraketen gerichtet war? Die Antwort lautet Nein. Die Raketenabwehr war nämlich nie zu diesem Zweck gedacht. Sie war von Anfang an gegen Russland gerichtet.

Nachdem die Welt während der Kuba-Krise 1962 nur um Haaresbreite einem Atomkrieg entgangen war, hatten die USA und die UdSSR ein vitales Interesse daran, die Gefahr einer gegenseitigen Vernichtung einzudämmen. Die vertragliche Grundlage bildete ab 1972 der ABM-Vertrag, der die Abwehr gegnerischer Atomraketen drastisch einschränkte. Mit diesem Bekenntnis zur eigenen Verwundbarkeit wurde das Prinzip „Wer als erster schießt, stirbt als zweiter“ durchgesetzt, auf dessen Grundlage sich auch auf beiden Seiten die Zahl der Atomwaffen begrenzen ließ.

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Monty Schädel

„Der Winter ist zu Ende!“

Monty Schädel.
Foto: Uwe Hiksch

30.03.2015 – In der Osterzeit liegt es eigentlich nahe, die Aussage „Der Winter ist zu Ende“, auf die Jahreszeit zu beziehen. In der Friedensbewegung dürften dabei viele an aktuelle politische Entwicklungen denken, daran dass in der Bewegung klar gemacht wurde: Friedensbewegung geht nur ohne Nazis!

Worum geht es? Der Putsch in der Ukraine und die daran anschließende Zuspitzung der Krise im Osten dieses Landes wurde Anfang 2014 von vielen hierzulande als bedrohlich empfunden. Auch Gruppen, die außerhalb der Friedensbewegung stehen und nicht zum linken Lager zu rechnen sind, griffen nun Themen wie „Widerstand gegen den Krieg“ und „Frieden“ auf. Es ging ihnen dabei oft nicht wirklich um humanistische Ziele, sondern darum, mit Forderungen und Formulierungen aus unserer Bewegung Menschen anzusprechen und unsere Strukturen zu nutzen.

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Otmar Steinbicker

Deutschlands Außen- und Sicherheitspolitik vor einer Neupositionierung

Aachener Nachrichten, 06.03.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Deutschlands Außen- und Sicherheitspolitik steht vor einer Neupositionierung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bereits für 2016 eine Neufassung des „Weißbuches“ angekündigt, in dem die sicherheitspolitische Lage Deutschlands und der Auftrag der Bundeswehr definiert werden. Erstmalig soll vorab eine gesellschaftliche Debatte über dieses Thema stattfinden.

Die Zeiten vollmundiger Ankündigungen einer „Armee im Einsatz“ und von „deutscher Verantwortung“ in Gestalt von Bundeswehreinsätzen rund um den Globus scheinen Vergangenheit zu sein. Presseberichte zeigen inzwischen einen miserablen und kriegsuntauglichen Zustand der Bundeswehr: marode Kasernen, Fahrzeuge, Hubschrauber und Flugzeuge, die nicht in der Lage sind, einen potenziellen Kriegsschauplatz überhaupt zu erreichen. Vorsichtig deutet Finanzminister Wolfgang Schäuble Bereitschaft an, ab 2017 mehr Geld für die Bundeswehr zu bewilligen. Bis dahin muss der Krieg warten.

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Rezension

Jörg Kronauer, „Ukraine über alles!“

In ihrem Buch „Ukraine über alles!“ kritisieren Jörg Kronauer und Erich Später die Ukraine-Politik des Westens, der EU und insbesondere Deutschlands als „Expansionsprojekt“.

Herausragend an dem Buch ist zuerst einmal die Methode. Beide Autoren bleiben kritisch und geschichtsfundiert, beschränken sich nicht auf Feindbilder und enthalten sich jeglichen Moralisierens. Sie argumentieren klar entlang politischer und ökonomischer Interessen. Insofern ist für sie auch das Handeln des Westens eben nicht monolithisch, sondern von Brüchen durchzogen. Allerdings ist so der Untertitel eines Expansionsprojekt „eines“ Westens missverständlich.

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Paul Schäfer

Friedensbewegung: Worüber wir nachdenken müssen

Paul Schäfer

25.02.2015– Es ist ein geflügeltes Wort geworden: Wir leben in einer aus den Fugen geratenden Welt. Als überholt geltende Konflikte, wie zwischen der westlichen Staatengemeinschaft (NATO/EU) und Russland, eskalieren auf gefährliche Weise; im Nahen und Mittleren Osten droht eine ganze Region zu implodieren, ein Ende schrecklicher Gewalt ist nicht in Sicht. Diese Lage verlangt gebieterisch nach einer wirksameren Friedensbewegung, da die Regierenden entweder weiter Öl ins Feuer gießen oder nicht geeignet erscheinen, um dauerhafte und gerechte Lösungen auf den Weg zu bringen.

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Otmar Steinbicker

Minsk kann nur grobe Richtung für Lösung des Ukraine-Konflikts vorgeben

Aachener Nachrichten, 14.02.2015

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

Die Aufregung um den Ukraine-Gipfel in Minsk hat sich gelegt, die ersten schnell geschriebenen Kommentare sind gelesen. Jetzt lohnt es, gründlicher hinzusehen.

Die wichtigste Erkenntnis: Eine Lösung der Ukraine-Krise kann es nur mit und nicht gegen Russland geben. Vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Maidan-Bewegung hatten Deutschland, Frankreich und Russland gemeinsam ein Abkommen vermitteltet, das die Bildung einer Übergangsregierung sowie die Abhaltung von vorgezogenen Präsidentschaftswahlen noch im Jahr 2014 vorsah. Die ukrainische Opposition, darunter bekennende Rechtsex­tremisten, zog es vor, den verhassten Präsidenten Viktor Janukowytsch sofort zu stürzen. d

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Andreas Buro und Otmar Steinbicker

Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Ein Endlos-Gespräch

Bei dem Ping-Pong-Dialog geht es um ein Endlos-Gespräch über grundsätzliche Einschätzungen der internationalen Entwicklung, um konkrete Konfliktherde, tagespolitische Einschätzungen und um strategische Fragen der Friedensbewegung.  

Das Projekt soll die Möglichkeit zu einer zeitnahen Diskussion eröffnen.

Leserinnen und Leser können sich gerne mit Anregungen an die Gesprächspartner wenden unter info@aixpaix.de.

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Ehemalige Admins der Facebook-Gruppe "Aufruf zum friedlichen Widerstand..."

Warum die Friedensbewegung einen Friedensfrühling braucht

19.01.2015 – Einerseits war es eine schöne Vorstellung: Die Friedensbewegung setzt mit einigen Teilen der Mahnwachen den Friedenswinter in Gang. Andererseits kam es leider von Teilen der Friedensbewegung wiederum zu einer klaren Abgrenzung von diesem Zusammenschluss, der für beide Seiten befruchtend sein sollte und es auch ist. Wir halten die Kritik der Teile der Friedensbewegung, denen einige Themen und Theorien der Mahnwachenbewegung suspekt und untragbar schienen, für berechtigt, auch wenn wir uns selbst als durchaus tragbare Bestandteile dieses Friedenswinters verstehen und ihn bisher mitgetragen haben.

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Andreas Buro

Zur Situation der deutschen Friedensbewegung

Stellungnahme des friedenspolitischen Sprechers des Komitees für Grundrechte und Demokratie

Andreas Buro

04.01.2015 – Zum Jahreswechsel werden viele Fragen zur Situation und Zukunft der deutschen Friedensbewegung gestellt. Hier der Versuch zu antworten.

Die unabhängige deutsche Friedensbewegung blickt auf eine über 50 jährige erfolgreiche Arbeit mit vielen Aufs und Abs zurück. Große Mobilisierungen, wie sie keine Partei erreichen konnte, mit Hunderttausenden von Menschen in den 60er Jahren, bei der akuten Bedrohung durch die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in den 80ern und bei den bundesweiten Protesten gegen deutsche Beteiligung an US-Interventionskriegen zu Beginn dieses Jahrhunderts. Dazwischen hat sie kontinuierlich und erfolgreich mit großer Expertise Aufklärung über die militärische Entwicklung und die dadurch bewirkten Gefährdungen der Bevölkerung und die Möglichkeiten einer friedlichen Politik betrieben. Heute hat die Bundesregierung keine Mehrheit in der Bevölkerung für Interventionskriege – siehe Afghanistan!

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Israelisch-Palästinensische Initiative „Combatants for Peace“

„Ohne Hoffnung gibt es kein Leben“

Foto: Hai Askenazi

Ein aixpaix-Gespräch mit Hai Ashkenazi und Jamil Qassass

02.12.2014 – Im September 2014 besuchte der israelische Friedensaktivist Hai Askenazi die Redaktion des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de. Jetzt antworteten Hai Askenazi und sein palästinensischer Mitstreiter Jamil Qassass auf aktuelle Fragen von aixpaix-Herausgeber Otmar Steinbicker.

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Naqibullah Shorish

Der IS ist eine Riesengefahr für alle islamischen Staaten

Naqibullah Shorish, Foto: Harald Krömer

04.11.2014 – Der IS ist nicht nur eine Gefahr für die USA und Europa, er ist eine Riesengefahr für alle islamischen Staaten, insbesondere für die Staaten, in denen Marionettenregierungen mit Gewalt ihre unislamischen Gesetze zu Lasten der Bevölkerung durchsetzen.

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Dossier VII der Kooperation für den Frieden

Der Ukraine-Konflikt – Kooperation statt Konfrontation

14.08.2014 – Der Ukraine-Konflikt, der noch vor drei Jahren kaum vorstellbar war, birgt gefährliches Eskalationspotential in sich. Er spielt sich auf drei Ebenen ab, der Konfrontation zwischen den West- und Ost-Großmächten, auf der Ebene der innergesellschaftlichen Gegensätze der Ukraine und im bislang wenig beachteten Bereich zwischen den USA und der EU.

Das Dossier der Kooperation für den Frieden hat zum Ziel die Möglichkeiten einer Deeskalation darzustellen und damit einen Weg vorzuzeichnen, der Konfrontation zu Kooperation werden lässt.

Das Dossier zum Download

Andreas Buro

Andreas Buro

Der fünfte Weltkrieg

13.06.2014 – Wir gedenken der Kriege zwischen 1914 und 2014, 100 Jahre, Anlass in Trauer zurück zu blicken. Welcher Wahnsinn! Hätte der bosnische Anarchist im August 1914 in Sarajewo nicht auf den österreichischen Thronfolger und seine Frau gefeuert, oder hätte er vorbei geschossen, dann wäre die Weltgeschichte anders verlaufen. Oder wäre der deutsche Kaiser nicht so verliebt in den Bau von Kriegsschiffen gewesen – so eine Marotte!

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Pressemitteilung

Friedensbewegung startet „Projekt Münchhausen“, um Kriegslügen bloßzustellen

25.02.2014 – Auf Initiative des bekannten Friedensforschers, Prof. Dr. Andreas Buro, haben namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus der deutschen Friedensbewegung das „Projekt Münchhausen“ gestartet, um Kriegslügen bloßzustellen. Bei diesem Projekt geht es darum, Legitimationsideologien vom „Gerechten Krieg“, dem „Militär als letztem Mittel“, der „Humanitären Intervention“ und andere als Lügen zu entlarven, die dazu dienen sollen, der Bevölkerung Rüstung und Krieg schmackhaft zu machen.

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Gershon Baskin

Gershon Baskin

My Conversation With Hamas

11.10.2013 – From June 2006 until October 2011, Ghazi Hamad, deputy foreign minister of the Hamas government in Gaza, and I, Gershon Baskin, founder of IPCRI, the Israel Palestine Center for Research and Information conducted a secret back-channel negotiation for the prisoner exchange deal that released Israeli soldier Gilad Shalit for 1,027 Palestinian prisoners. After successfully bridging what were thought to be unbridgeable gaps, we continued to talk to find a way of bringing about a long-term ceasefire between Hamas and Israel. Our last conversation was over the phone on Oct. 2.

Otmar Steinbicker

Was soll eine Armee tun, die nicht mehr verteidigen kann und muss?

Aachener Nachrichten, 19.07.2013

Otmar Steinbicker, Foto: Beate Knappe

1648, nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges, geschah Ungeheuerliches! Die Stadtmauern, die zuvor als unabdingbare Voraussetzung von Sicherheit dienten, wurden eingerissen.

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Interview mit dem afghanischen Stammesführer Naqibullah Shorish

Eine Friedenslösung für Afghanistan ist immer noch möglich

Naqibullah Shorish, Foto: Harald Krömer

12.06.2013 – Das Jahr 2014 mit dem angekündigten Abzug der NATO-Kampftruppen naht mit Riesenschritten. Gibt es noch eine Chance für den Frieden oder wird Afghanistan im Bürgerkrieg versinken? aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker führte mit Naqibullah Shorish, dem wichtigsten Stammesführer Afghanistans, ein langes Gespräch über die aktuelle Situation, über Geheimgespräche mit den Taliban im Jahr 2010 und über verbleibende Chancen.

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Andreas Buro und Otmar Steinbicker
Ping-Pong-Dialog über Perspektiven von Frieden und Friedensbewegung

Bei dem Ping-Pong-Dialog geht es um ein Endlos-Gespräch über grundsätzliche Einschätzungen der internationalen Entwicklung, um konkrete Konfliktherde, tagespolitische Einschätzungen und um strategische Fragen der Friedensbewegung.  

Das Projekt soll die Möglichkeit zu einer zeitnahen Diskussion eröffnen.

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Projekt Münchhausen

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, die Geschichten der großen und kleinen Kriegslügen zu erzählen, mit denen die Menschen zur Gewalt gegen einander verführt wurden – von den Kreuzzügen, über den angeblich Gerechten Krieg, den Tonking-Zwischenfall an den Küsten Vietnams, bis zur dreisten Lüge des US-Außenministers über die Atombomben des Saddam Hussein und dem Militär als letztem Mittel der angeblich Humanitären Intervention?

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Dossier VII
Der Ukraine-Konflikt

Das Dossier der Kooperation für den Frieden hat zum Ziel die Möglichkeiten einer Deeskalation darzustellen und damit einen Weg vorzuzeichnen, der Konfrontation zu Kooperation werden lässt.

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