Afghanistan

Taliban geben Widerstand gegen Mädchenschulen auf

14-01-2011 - Die Taliban haben ihre Opposition gegen Mädchenschulen aufgegeben. Das bestätigte der afghanische Bildungsminister Farooq Wardak bei einem Besuch in Großbritannien, wie britische Medien, darunter die BBC, berichten.

Wie Wardak erläuterte, bedeute es eine kulturelle Veränderung, dass die Taliban nichts mehr gegen die Ausbildung von Mädchen einwenden. Das habe er von der höchsten Taliban-Führung gehört. Unter dem Taliban-Regime vor 2001 war Frauen in Afghanistan nicht erlaubt, zu arbeiten oder eine Ausbildung zu bekommen.

"Ich hoffe, so Gott will, dass es bald friedliche Verhandlungen, bedeutungsvolle Verhandlungen mit unserer eigenen Opposition geben wird, ohne dass es Kompromisse in Fragen der grundlegenden Menschenrechten und der Kernprinzipien, die uns dazu geführt haben, unserem Volk eine qualitiative und ausgewogene Ausbildung zur Verfügung zu stellen", fügte Wardak hinzu.

Foto: UNAMA

Pressebericht (engl.) "BBC"

Pressebericht "Freitag" (Übersetzung aus dem "Guardian")

Das Aachener Friedensmagazin aixpaix.de verfügt bereits seit Juni 2010 über ein 11-Punkte-Papier der Quetta Shura, dem 18 köpfigen obersten Führungsgremium der Taliban. Dort heißt es unter Punkt 11: "Die Rechte der Frauen werden getreu den afghanischen Traditionen gewährleistet. Dazu gehört das Recht der Frauen auf Teilnahme am politischen Willensbildungsprozess. Das bereits 1918 eingeführte Frauenwahlrecht bleibt bestehen. Das Recht der Frauen auf Bildung und Berufsausübung wird garantiert." Nach Informationen von aixpaix.de wurde dieses 11-Punkte-Papier im August 2010 in Kabul von Taliban-Unterhändlern an einen Vertrauten von US-General Petraeus übergeben.


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World Wide Web aixpaix.de

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