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Das Anliegen der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans, eine Verhandlungslösung unter Einschluss der Taliban anzustreben, wird jetzt auch vom UNO-Repräsentanten in Afghanistan, Kai Eide, unterstützt. Fotos: UNAMA

UNO unterstützt afghanische Friedensbewegung

Am 18. Juni 2009 hielt Kai Eide eine bemerkenswerte Rede in Kabul vor 1000 Delegierten der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans, darunter religiöse Würdenträger, Parlamentsabgeordnete, Stammesführer und Intellektuelle. Eide unterstützte die Dialogbemühungen dieser Friedensbewegung und betonte die Notwendigkeit eines Verhandlungsprozesses mit allen Konfliktparteien, also einschließlich der Taliban.

„Es muss ein Prozess sein, der alle Teile der afghanischen Gesellschaft beinhaltet. Wenn wir das Land in Frieden einen wollen, dann kann kein Teil aus diesem Prozess ausgeschlossen werden. Wenn einige ausgeschlossen bleiben, wird das Land erneut geteilt,“ sagte Eide und stellte fest: „Frieden kann nicht von außerhalb kommen, er muss innerhalb des Landes geschaffen werden.“

Die UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) berichtet auf ihren Seiten über diese Veranstaltung:

http://unama.unmissions.org/Default.aspx?tabid=1741&ctl=Details&mid=1882&ItemID=4415

http://www.flickr.com/photos/unama/3637684405/in/photostream/

Die Rede von Kai Eide vor der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans lesen Sie im englischen Original hier.

Die Rede von Kai Eide vor der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans lesen Sie in der deutschen Übersetzung hier.

Eides Statement gegenüber dem UNO-Sicherheitsrat, in dem er auf diese Veranstaltung Bezug nimmt, lesen Sie hier.

Einen Kommentar von Otmar Steinbicker in den "Aachener Nachrichten" lesen Sie hier.

Die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans hatte im September 2008 in einer gemeinsamen Erklärung mit der deutschen Kooperation für den Frieden eine Verhandlungslösung unter Einschluss aller Konfliktparteien gefordert und konkrete Schritte dafür vorgeschlagen. Das Dokument lesen Sie hier.

Fotos: UNAMA

Am 18. Juni hielt Kai Eide eine bemerkenswerte Rede in Kabul vor 1000 Delegierten der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans, darunter religiöse Würdenträger, Parlamentsabgeordnete, Stammesführer und Intellektuelle. Eide unterstützte die Dialogbemühungen dieser Friedensbewegung und betonte die Notwendigkeit eines Verhandlungsprozesses mit allen Konfliktparteien, also einschließlich der Taliban.

- „Es muss ein Prozess sein, der alle Teile der afghanischen Gesellschaft beinhaltet. Wenn wir das Land in Frieden einen wollen, dann kann kein Teil aus diesem Prozess ausgeschlossen werden. Wenn einige ausgeschlossen bleiben, wird das Land erneut geteilt,“ sagte Eide und stellte fest: „Frieden kann nicht von außerhalb kommen, er muss innerhalb des Landes geschaffen werden.“

Die UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) berichtet auf ihren Seiten über diese Veranstaltung:

http://unama.unmissions.org/Default.aspx?tabid=1741&ctl=Details&mid=1882&ItemID=4415

http://www.flickr.com/photos/unama/3637684405/in/photostream/

Die Rede von Kai Eide vor der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans lesen Sie im englischen Original hier.

Die Rede von Kai Eide vor der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans lesen Sie in der deutschen Übersetzung hier.

Eides Statement gegenüber dem UNO-Sicherheitsrat, in dem er auf diese Veranstaltung Bezug nimmt, lesen Sie hier.

Einen Kommentar von Otmar Steinbicker in den "Aachener Nachrichten" lesen Sie hier.

Die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans hatte im vergangenen September in einer gemeinsamen Erklärung mit der deutschen Kooperation für den Frieden eine Verhandlungslösung unter Einschluss aller Konfliktparteien gefordert und konkrete Schritte dafür vorgeschlagen. Das Dokument lesen Sie hier.

Dossier: Der Afghanistan-Konflikt

Im Rahmen seiner Reihe "Monitoring-Projekt Zivile Konfliktbearbeitung - Gewalt- und Kriegsprävention legte Prof. Dr. Andreas Buro sein Dossier vor.

Download

Friedensplan der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans

Die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans hat am  14.01.2009 in Kabul einen Plan vorgelegt, in dem sie den dringenden Wunsch nach Frieden äußert, damit in Afghanistan eine Gesellschaft entsteht, in der Freiheit, Menschenrechte und Menschenwürde geachtet werden.

Die  Nationale Friedens-Jirga Afghanistans sieht es als ihre nationale und religiöse Pflicht an, das Töten von Menschen zu verhindern. Ihre Botschaft lautet:“Krieg ist keine Lösung von Problemen. Der einzig wirksame Weg, der Afghanistan Sicherheit und Stabilität bringen kann, ist Frieden.“

Wortlaut in Deutsch und Englisch

Gemeinsame Erklärung der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans und der Kooperation für den Frieden

"Frieden in Afghanistan ist möglich, aber nicht durch die Fortführung des Krieges und die ständige Eskalation der Kampfhandlungen", heißt es in der Erklärung.

Deutschland drohe nach sieben Jahren militärischen Afghanistan-Engagements immer tiefer in den Strudel des Krieges zu geraten. "Die Zahl der afghanischen Opfer, darunter vor allem Zivilisten, Frauen und Kinder, steigt beständig. Mittlerweile sterben Monat für Monat in Afghanistan auch mehr ausländische Soldaten als im Irak. Wann auch deutsche Soldaten in höherem Maße Blutzoll zahlen müssen, scheint nur noch eine Frage der Zeit."

In dieser für Deutschland und Afghanistan dramatischen Situation treten die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans und die deutsche Kooperation für den Frieden gemeinsam für eine friedliche Lösung des Afghanistankonflikts ein.

Die Erklärung im Wortlaut

Vorschlag für einen Waffenstillstand in der Provinz Kundus

Die Erklärung im Wortlaut