Andreas Buro

Strategien der Friedensbewegung gegen Militarisierung und für Zivile Konfliktbearbeitung (ZKB)

Entwurf für die Strategiekonferenz der Kooperation für den Frieden, Heidelberg, 12./13.02.2010

• Das Wort Strategie kommt aus dem Griechischen und heißt „Heerführung“. Wir bedienen uns hier eines militärischen Begriffs und wenden ihn auf die friedliche Lösung von Konflikten an.

• Strategie zu entwickeln heißt, einen Weg zum Ziel zu suchen.

• Unser Ziel ist die Überwindung des militärischen Konfliktaustrages zugunsten Ziviler Konfliktbearbeitung. Dies bedeutet angesichts der gewalttätigen Menschheitsgeschichte eine Kulturrevolution!

Die Aufgabenfelder

1. Die ständige Kritik der Legitimationsideologien und des Kults des ehrenhaften Militärs und die permanente Darlegung der Disfunktionalität von Militär.

2. Die kontinuierliche Darlegung der Untergrabung demokratischer Prinzipien durch die militärische Ausrichtung. Keine zivil-militärischen Vorgehensweisen zu akzeptieren.

3. Ständige Analyse von Rüstung, Militärdoktrinen und Konfliktentwicklung

4. Eine sofortige Überwindung des Militärischen ist höchst unwahrscheinlich. Erforderlich ist das ständige Bemühen um die Ausweitung von ZKB nach aussen und innen, so dass eine Kultur der friedlichen Konfliktlösung entsteht, sowie eine Klientel, die persönlich mit ZKB verbunden ist und dafür kämpft. (Vergleich zur Durchsetzung der erneuerbaren Energien)

5. Das Bemühen um die Auflösung von Feind- und Freundbildern.

6. Sicherung des demokratischen Umfeldes für die Arbeit der Friedensbewegung
Die Arbeitsoptionen
1. Die vielen unterschiedlichen Mittel der öffentlichen und privaten, der zentralen und der dezentralen Kommunikation. (Die Nutzung des Internets usw. ist auszubauen)
2. Dezentrale focussierte und zentrale Demonstrationen, wie auch gewaltfreie Aktionen. Sie alle haben das Ziel der Kommunikation in den jeweiligen Arbeitsfeldern. Sie sind kein Zweck für sich selbst! (Aufrüstung kann nicht durch Sitzblockaden verhindert werden

3. Übersetzung der Arbeitsfelder in den künstlerischen Bereich (Musik, Theater, Malerei, Literatur und deren ständige Bekanntmachung

4. Forderung und Förderung der wissenschaftlichen Bearbeitung der Aufgabenfelder. (Hierbei z. B. die Zusammenarbeit mit der Friedensforschung ausbauen.)

5. Der Ausbau der grenzüberschreitenden Friedensarbeit. (z.B. Ferien vom Krieg)

6. Der Ausbau der interethnischen und interkulturellen und interreligiösen Friedensarbeit.

7. Die Nutzung von Synergien aus der Zusammenarbeit mit sozialen, ökologischen und reformökonomischen Netzwerken.

8. Internationale Kooperation der Friedensbewegungen fördern

9. Beobachtung von Rüstung, Militärdoktrinen und – Politik, Entwicklung von Institutionen

10. Analyse von Konflikten und Alarmierungskampagnen bei eskalierenden Konflikten

11. Die Ausarbeitung von Beispielen für die ZKB-Lösung von konkreten Konflikten zur Veranschaulichung dessen, was möglich sein könnte. (z. B. Monitoring-Projekt)

Andreas Buro ist Autor des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de. Seine Beiträge sehen Sie hier


World Wide Web aixpaix.de

RSS-Feed abonieren


Beiträge von Andreas Buro

Im Kampf der Türkei gegen syrische Kurden spielen auch die Patriot-Raketen eine Rolle

Eine Antwort aus der Friedensbewegung an Günter Grass

Kein Krieg um Iran! Die Waffen nieder – Friedenspolitik beginnen!

Iran: Kriegs- oder Friedenspolitik – das ist die Frage

Der NATO-Einsatz in Libyen ist (Öl-)interessengeleitet

Ein pazifistischer Blick auf Libyen

Neues Denken ist angesagt

Thesen zur Bedrohungslage zwischen Israel und Iran

Friedenslösung im israelisch-palästinensischen Konflikt eine Illusion?

Für eine Neuausrichtung der kurdischen Strategie

Erwartungen der zukünftigen Entwicklungen der deutschen und EU-europäischen Politik im Zeitalter von Globalisierung und Klima-Bedrohung

Strategien der Friedensbewegung gegen Militarisierung und für Zivile Konfliktbearbeitung

Fahrplan (Road Map) für eine friedliche, zivile Lösung des türkisch-kurdischen Konflikts (13.12.2009)

Was kümmert Müllers der Hindukusch? - Ein Beitrag für die "Kooperation für den Frieden"

Kommentar: Repression gegen die kurdische „Partei für eine demokratische Gesellschaft“ (DTP)

Dossier: Der Afghanistan-Konflikt

Dossier: Der Nahost-Konflikt

Dossier: Der türkisch-kurdische Konflikt

Dossier: Der Iran-Konflikt

Das Monitoring-Projekt - Zivile Konfliktbearbeitung - Gewalt- und Kriegsprävention. Die Alternativen der Friedensbewegung zum militärischen Konfliktaustrag