29.05.2011 - “Wenn Sie kommen, sehen wir, dass wir nicht allein sind und wir fühlen uns gestärkt“. Diese Worte eines Palästinensers im Gazastreifen zitierte Clemens Ronnefeldt vom Internationalen Versöhnungsbunds in seiner Laudatio auf Dr. Edith Lutz aus Kall (Eifel). Ihr hat die Arbeitsgemeinschaft Friedensgruppen in Rheinland-Pfalz den Rheinland-pfälzischen Friedenspreis dieses Jahres verliehen. Die Feier der Preisübergabe fand während des Rheinland-Pfalz-Tags im festlichen Rahmen des Fürstensaals der ehemaligen Abtei Prüm statt.
Ronnefeldt machte auch klar, dass das mutige Unternehmen für die Menschen in Israel, die den Frieden mit den Palästinensern suchen, große Bedeutung hat. So berichtete der Holocaust-Überlebende Reuven Moskowitz, dass die gemeinsame Fahrt für ihn nach einer Phase der Enttäuschung eine „Offenbarung von Liebe, Solidarität und der Entschlossenheit war, die Menschlichkeit nicht aufzugeben“.
„Mit Ihrem Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit haben sie uns ein Beispiel gegeben, wie Frieden geschaffen werden kann“ betonte Wolfgang Kohlstruck, Mitglied des Sprecherkeises der Arbeitsgemeinschaft bei der Übergabe des Preises.
Glückwünsche und Grüße ließen übermitteln die Mainzer Sozialministerin Malu Dreyer, Prüms Bürgermeisterin Mathilde Weinandy, die Bitburger SPD-Lantagsabgeordnete Monika Fink und der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden, Bonn, Horst Heinz Scheffler. Herzliche Worte richtete auch Elisabeth Bernhard, die Preisträgerin des Jahres 2009, persönlich an die Preisträgerin.
In ihren Dankesworten berichtete die Preisträgerin auch, dass es ihr vor kurzem gelungen ist, zwar nicht mit ihrem Boot und den darauf transportierten Geschenken, wohl aber persönlich über Ägypten nach Gaza einzureisen, wo sie überaus herzlich aufgenommen wurde.