| Augenzeugenberichte |
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| Brief aus Port-au-Prince vom 20.04.2010 |
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| Dank der Arbeit des italienischen Zivilschutzes, seinen Soldaten und Seeleuten, die mit dem Flugzeugträger „Cavour“ kamen, konnten wir die Schüler seit Anfang März wieder empfangen. Auf den Bildern können Sie sehen, dass alle Trümmer entfernt wurden. Italien hat uns drei Zelte gegeben und aufgebaut. |
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| 30 Tage nach dem Erdbeben |
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| Brief aus Port-au-Prince vom 12.02.2010 |
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Ich habe das Erdbeben in Port-au-Prince am eigenen Leib erlebt und wie die Natter „Chwal“ aus meinem Land reagiert: Wenn man ihr Angst macht, flieht sie schnell in den Schutz der Felder, kommt aber später zurück um die Situation zu erkunden.
Ich bin nach Port-au-Prince zurückgekehrt um all dies zu sehen, wofür mir bisher der Mut gefehlt hatte, es anzusehen, da ich zu sehr mit diesem Stück Erde, meinem Geburtsort, verbunden bin.
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| Brief aus Port-au-Prince vom 06.02.2010 |
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Die Zeichen aller Freunde unseres Ordens und unserer kleinen Schule sind Gold wert! Sie sind wie ein Luftzug, der uns streichelt und uns Trost spendet. Es ist zu schwierig hier zu leben in diesem zerstörten Land, wo der Beton bricht, die Zementblöcke überall herumliegen und die Menschen den ganzen Tag herumirren und nicht wissen was sie tun sollen.
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| Nachricht aus Port-au-Prince vom 01.02.2010 |
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| Seit ein paar Tagen können wir fast täglich unsere Schwestern telefonisch oder über Skype erreichen. Es ist wichtig, Ihnen beizustehen, denn Monique sagte uns:“ Es geht uns gut, aber wir sind erschöpft; die Arbeitstage sind lang und die Anspannung, Nahrung für die Leute unseres Viertels zu finden , so groß und schwierig. Das Dringendste ist getan, aber wie wird das Leben der Leute weitergehen, wie wird die Bevölkerung sich organisieren können.....was erwartet sie?
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| Nachricht aus Port-au-Prince vom 30.01.2010 |
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Die Nahrungsbeschaffung ist immer noch schwierig. Die Schwestern koordinieren die Lebensmittelbeschaffung für 12000 Menschen !!! und das ist laut Monique immer noch ein Glücksspiel, oft gibt es nicht genug für alle, die Schwestern suchen hier und da...
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| Nachricht aus Port-au-Prince vom 22.01.2010 |
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| An dem Sammlungspunkt, an dem die Schwestern schlafen, sind etwa 400 Leute, an anderen Punkten 60 oder 80 oder 600. Die Zeichen stehen im Viertel wirklich auf „Solidarität“, Milourde, unsere haitianische Schwester, versammelt alle Leute ,die irgendwie mit anpacken können und gemeinsam versuchen sie die Bedürfnisse zu klären und sich zu organisieren. Junge Männer „sichern“ die Nahrungsverteilung, Frauen suchen das Viertel nach umherirrenden Kindern ab, andere organisieren Gemeinschaftsküchen, endlich gab es Milchpulver für die Kinder und zum ersten Mal auch genügend Nahrung für alle...nachts wacht jemand über den Schlaf der anderen, jeder packt an wo er er kann.
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| Brief aus Port-au-Prince vom 20.01.2010 |
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| Seit dem fürchterlichen Erdbeben, das die Haitianer so schlimm getroffen hat, ist bereits eine Woche vergangen. Wir haben versucht, Ihnen die Neuigkeiten so gut es ging mitzuteilen. Sie informieren sich sicherlich weiterhin über die Medien. Je mehr Zeit vergeht, desto deutlicher wird das Ausmaß dieser Katastrophe sichtbar. Wir bemerken auch die Kraft der Ausdauer und den Lebenswillen dieses Volkes, das schon so viel erleiden musste.
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| Brief aus Port-au-Prince vom 18.01.2010 |
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| "Ich sehe, den Zusammenbruch hunderter, tausender Häuser, die vielen Toten in den Straßen der Hauptstadt, die vielen Obdachlosen, die in der Stadt herumirren.
Ein lieber Freund kam nach dem Erdbeben 7 Kilometer zu Fuß zu mir, um mir zu sagen: 'Francklin, ich habe kein Zuhause mehr. Das ist das Einzige, was ich dir sagen kann.' Er verabschiedete sich und kehrte umgehend zurück. Dieser Freund hätte unter normalen Umständen nicht auf diese Art und Weise gehandelt, ein Zeichen, dass er vollkommen durcheinander ist. ..."
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| Nach dem Erdbeben |
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| Aachener Friedenspreisträger zur Situation in Haiti |
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Jean-Bertrand Aristide (Haiti), Aachener Friedenspreis 1993, hier
Olisa Agbakoba (Nigeria), Aachener Friedenspreis 1996, hier
Gush Shalom (Israel), Aachener Friedenspreis 1997, hier
IFCO/Pastors for Peace (USA), Aachener Friedenspreis 1997, hier
Barbara Lee (USA), Aachener Friedenspreis 2002, hier
SOAW, gegründet von Roy Bourgeois (USA), Aachener Friedenspreis 2005, hier
Berliner Compagnie (Deutschland), Aachener Friedenspreis 2009, hier
Foto: Barbara Lee rief am Montag (18.1.) bei einer Mahnwache in Oakland (USA) zu verstärkter Hilfe für Haiti auf. Pressebericht (engl.) "www.thecampanil.com"
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| Spendenaufruf |
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| Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Haiti |
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| Aus dem mittelamerikanischen Gesundheitsnetzwerk Comité Regional de Salud Comunitario, ein medico-Partner, hat sich die dominikanische Gesundheitsorganisation COSALUP an medico international gewandt mit der Bitte um Unterstützung für die Erdbebenopfer im Nachbarland Haiti. COSALUP organisiert im Verbund mit anderen dominikanischen basisorientierten Solidaritätsorganisationen die Hilfe für das Nachbarland. Gemeinsam mit anderen organisieren sie koordiniert Hilfsmaßnahmen im Gesundheitsbereich und haben uns in einer ersten Anforderungsliste um Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten, Zelten, Windeln und Nahrungsmitteln gebeten. In der Dominikanischen Republik ist nach dem Erdbeben eine große Welle der Hilfsbereitschaft entbrannt, die über solche Organisationen wie COSALUP kanalisiert wird. medico international bittet um Unterstützung für diese Arbeit. |
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| Weitere Informationen lesen Sie hier |
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| Emails aus Haiti an aixpaix.de |
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Mit tiefer Betroffenheit verfolgen Mitglieder der Kirchengemeinde St. Elisabeth in Pforzheim das Geschehen auf Haiti. Mitten im Erdbebengebiet liegt ihre Partnerschule mit fünf Schwestern und 320 Kindern.
Ihr Projekt ist sehr konkret. Über die schwere Arbeit in Port-au-Prince informieren die Schwestern in Emails an die Kirchengemeinde und an aixpaix.de
Das Projekt verdient Unterstützung!
Foto: privat
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| Die Emails lesen Sie hier |
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| Den Spendenaufruf finden Sie hier |
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| Das Partnerschaftsprojekt mit der Schule „La Fraternité“ in Port-au-Prince / Haiti finden Sie hier |
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| Hintergrund |
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| Unsere Rolle in Haitis Misere |
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| Der britische Haiti-Experte Peter Hallward schreibt im Guardian anlässlich des Erdbebens über die Hintergründe der Situation in Haiti: „Wenn wir ernsthaft dem Land nach dem zerstörerischen Erdbeben helfen wollen, dann müssen wir aufhören es zu kontrollieren und zu zerstören.“
In seinem Artikel listet er nicht nur kurz die unglaubliche Geschichte von internationaler insbesondere Einmischung militärischer Art auf, er verweist auch darauf, dass „die internationale Gemeinschaft seit dem Putsch 2004 de facto Haiti regiert. Die Länder, die sich jetzt aufmachen Nothilfe nach Haiti zu schicken, haben die vergangenen fünf Jahre kontinuierlich gegen eine Ausweitung des UN-Mandats über rein militärische Ziele hinaus gestimmt. Vorschläge einige der „Investitionen“ zu diversifizieren, und in Programme zur Armutsreduktion oder landwirtschaftlichen Entwicklung umzuwidmen, wurden blockiert.“
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| Den Beitrag in englischer Sprache lesen Sie hier |
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| Aachener Friedenspreisträger 1993 |
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| Ehemaliger Präsident Aristide will nach Haiti zurückkehren |
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| Der ehemalige haitianische Präsident Jean-Bertrand Aristide hat sich am Freitag bereit erklärt, aus seinem südafrikanischen Exil nach Port-au-Prince zurückzukehren, um „das Leid meiner Landsleute zu teilen und weiteres Sterben zu verhindern“. Bei einer von der südafrikanischen Regierung organisierten Pressekonferenz am Freitag in Johannesburg sagte Aristide im Beisein seiner Frau Mildred, sie seien bereit, „heute, morgen oder wann immer nach Haiti zurückzukehren und beim Wiederaufbau zu helfen“.
Aristide, der die Politik Haitis 15 Jahre lang dominiert und dabei diktatorische Züge entwickelt hatte, war im Februar 2004 nach einem bewaffneten Aufstand gegen seine Regierung und massivem internationalen Druck ins Exil gegangen.
Aristide war 1993 der Aachener Friedenspreis verliehen worden. Der Verein Aachener Friedenspreis hatte sich 2004 von ihm distanziert.
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| Pressebericht "FAZ-net" |
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| Pressebericht 2 "FAZ-net" |
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Pressebericht "Spiegel-online"
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| Die Vorstellung der Aachener Friedenspreisträgers 1993 Aristide lesen Sie hier |
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| Aachener Friedenspreisträgerin 2009 |
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| Berliner Compagnie: "Die Bilder von Haiti lassen uns nicht los" |
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| Die Theatergruppe "Berliner Compagnie" schrieb am 14. Januar an www.aixpaix.de:
"Die Bilder von Haiti lassen uns nicht los. Ausgerechnet über das ärmste Land der westlichen Hemisphäre bricht auch noch diese Naturkatastrophe herein. Die entsetzliche Armut (und damit ein Teil seiner Verwundbarkeit gegenüber Naturgewalten) hat auch mit den immens hohen Lösegeldern zu tun, die das Land über Jahrzehnte aufbringen musste, um sich von der Kolonialmacht Frankreich freizukaufen. Kolonialismus und Sklavenhandel sind in ihren Auswirkungen noch längst nicht vorbei.
Wenn unsere Theatergruppe mit ihrem nächsten Stück DIE WEISSEN KOMMEN weit in die Vergangenheit Afrikas zurückgeht, dann auch deshalb, weil Kolonialismus und Sklavenhandel unseren Nachbarkontinent in unvorstellbarer Weise und bis heute geschädigt haben. Das Bewusstsein davon bei uns ist unterentwickelt. Nach neuesten Untersuchungen, die auch die Toten der Sklavenjagden mit einberechnen, sind allein dem Sklavenhandel über 60 Millionen Afrikaner zum Opfer gefallen. (vgl.Jörg Goldberg, Überleben im Goldland, Köln 2008)"
Foto: Berliner Compagnie. Szene aus: "Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch
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| Über das neue Stück DIE WEISSEN KOMMEN lesen Sie hier |
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| Die Vorstellung der Aachener Friedenspreisträgerin 2009 "Berliner Compagnie" lesen Sie hier |
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