PPPE und IPPNW

Israelische und deutsche Ärzte warnen vor Krieg Israel - Iran

22.08.2012 – Die israelischen "Ärzte für Frieden und Bewahrung der Umwelt (PPPE)", Mitglied der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), warnen gemeinsam mit der deutschen IPPNW vor der eskalierenden Kriegsrhetorik der Regierung Netanjahu. Dr. Ra’anan Friedmann, Vorsitzender der Organisation: "Viele Israelis, Politiker, Ex-Militärs, Schriftsteller und Journalisten sind nicht mit den Absichten unserer Regierung einverstanden, einen Krieg zu beginnen."

Gemeinsam unterstützen die israelischen Ärzte und die deutsche IPPNW die Initiativen zur Vorbereitung einer nuklearwaffenfreien Zone im Nahen Osten, die Israel einbeziehen muss.

Die iranische Regierung wird aufgefordert, im Interesse eines glaubhaften Friedensdialogs auf aggressive Rhetorik gegen den Staat Israel und den "Zionismus" zu verzichten.

Matthias Jochheim, Vorsitzender der deutschen IPPNW: "Sicherheit für alle Bevölkerungsgruppen im Nahen und Mittleren Osten wird nicht durch Kriegsdrohungen, sondern durch kontrollierte Abrüstung und einen geduldigen Verhandlungsprozess erreicht werden, der sich am Vorbild der KSZE, der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa orientieren kann, die einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der Blockkonfrontation auf unserem Kontinent leisten konnte."

Das Thema der Konfrontation im Mittleren Osten wird den Weltkongress der IPPNW beschäftigen, der in diesen Tagen in Hiroshima (Japan) beginnt.


World Wide Web aixpaix.de

Aktualisierung des Dossier I: Der Iran-Konflikt des Monitoring-Projekts „Zivile Konfliktbearbeitung, Gewalt- und Kriegsprävention“

Der Iran-Konflikt in der aktuellen Situation des Jahres 2012

von Andreas Buro

In dem Konflikt des Westens und Israels mit dem Iran spricht alles gegen eine militärische Herangehensweise und alles für die Entfaltung von Friedenspolitik im Sinne ziviler Konfliktbearbeitung. Es kommt jedoch noch ein Gesichtspunkt hinzu. Was würde bei einem Angriff auf den Iran aus dem vielfach euphorisch gelobten und allerdings kaum unterstützten arabischen Frühling, der sich bereits schon wieder der Tritte der Militärstiefel zu erwehren hat? Steigerung der militärische Bedrohung bedeutet immer auch Repression nach innen. Darunter hätten die RevolutionäreInnen des arabischen Frühlings genauso zu leiden, wie die demokratische Opposition im Iran gegen die Herrschaft der Ajatollahs und der Ahmadinedschads. Das wäre noch ein „Kollateralschaden“ des militärischen Konfliktaustrags.

Die Aktualisierung

Das vollständige Dossier