Abdallah Abu Rahmah

Begründer des gewaltfreien Widerstandes in Bil'in

zu einem Jahr Haft verurteilt

Abdallah Abu Rahmah vor der Urteilsverkündung. Foto: Iyas Abu Rahma

12-10-2010 - Abdallah Abu Rahmah, der Begründer des gewaltfreien Widerstandes im palästinensischen Friedensdorf Bil'in ist am Montag zu zwölf Monaten Haft sowie 5000 NIS verurteilt worden. Eine weitere Haftstrafe von sechs Monaten wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Der Richter wertete als strafmildernd, dass der Verlauf des israelischen Sperrwalls bei Bil'in, gegen den Woche für Woche demonstriert wird, vom höchsten israelischen Gericht für "illegal" erklärt wurde. Abdallah Abu Rahmah befindet sich bereits seit acht Monaten in Haft. Als Prozessbeobachter waren Diplomaten der EU, aus Deutschland, Großbritannien und Belgien zugegen.

Am nächsten Tag besuchten Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde, darunter der Minister für Angelegenheiten der Gefangenen Issa Karake, die Familie von Abdallah Abu Rahmah in Bil'in.

Sie sei "tief besorgt" erklärte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Lady Catherine Ashton, am Mittwoch in einer Stellungnahme vor Prozessbeginn. Die Europäische Union ist der Auffassung, dass Abdallah Abu Rahmah ein "Verteidiger der Menschenrechte" ist.

"The EU considers Abdallah Abu Rahmah to be a human rights defender committed to non-violent protest against the route of the Israeli separation barrier ... The EU considers the route of the barrier where it is built on Palestinian land to be illegal.

"The high representative is deeply concerned that the possible imprisonment of Mr Abu Rahmah is intended to prevent him and other Palestinians from exercising their legitimate right to protest against the existence of the separation barriers in a non-violent manner."

Der palästinensische Lehrer Abdallah Abu Rahmah ist seit 2004 der Koordinator des Bil´in Popular Committee und ein Repräsentant des gewaltfreien palästinensische Widerstandes gegen die israelische Siedlungspolitik und den Mauerbau im besetzten Westjordanland. Dafür konnte er 2008 in Berlin den Menschenrechtspreis, die Carl-von-Ossietzky-Medaille, entgegennehmen.


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Der Nahost-Konflikt

Im Rahmen seine Reihe "Monitoring-Projekt Zivile Konfliktbearbeitung - Gewalt- und Kriegsprävention legte Prof. Dr. Andreas Buro 2007 sein Dossier vor. Lesen Sie hier die aktualisierte Fassung von 2010.

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