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Foto: aixpaix-Korrespondent Hamde Abu Rahma |
06.08.2010 - Dutzende Teilnehmer der wöchentlichen Protestdemonstration gegen den israelischen Sperrwall im palästinensischen Dorf Bil'in wurden durch Einatmen von Tränengas verletzt. Das israelische Militär setzte massiv Tränengas, Soundgranaten und mit Gummi ummantelte Stahlkugeln ein, als sich der Protestzug wie an jedem Freitag dem Grenzzaun näherte.
Die Demonstranten, unter ihnen auch Dutzende Israelis und Angehörige der internationalen Protestbewegung forderten ein Ende der Besatzungspolitik in und um Jerusalem sowie das Ende der Hauszerstörungen und der Verteibung der palästinensischen Bewohner.
Im Anschluss an den Tränengaseinsatz kam es zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und den israelischen Soldaten.
Einen Video-Bericht von aixpaix-Korrespondent Haitham al-Khatib über die Demonstration in Bil'in sehen Sie unten.
Auch in Ni'lin sammelten sich nach dem Freitagsgebet wieder Demonstranten. Sie erinnerten mit mitgeführten Transaparenten an den Tod von Yousef Amira, der 2008 bei einer gewaltfreien Protestaktion in Ni'lin getötet wurde. Insgesamt wurden in dem Dorf fünf Einwohner, Kinder und Jugendliche, bei den gewaltfreien Protestaktionen durch israelische Soldaten getötet.
Auch in Ni'lin zogen die Demonstraten zum Sperrwall, wo sie israelische Soldaten mit Tränengas beschossen.
Die gleichen Szenen gab es in dem Dorf Artas bei Jerusalem, wo Dorfbewohner unterstützt von internationalen Unterstützern zum Sperrwall zogen. Awad Abu Swai, Sprecher des örtlichen Volkskomitees rief die Palästinenser zur Einheit angesichts der israelischen Maßnahmen zur Landenteignung und dem Ausbau des Sperrwalls auf.
Im Rahmen seine Reihe "Monitoring-Projekt Zivile Konfliktbearbeitung - Gewalt- und Kriegsprävention legte Prof. Dr. Andreas Buro 2007 sein Dossier vor. Lesen Sie hier die aktualisierte Fassung von 2010.