Connection e.V.

US-Kriegsdienstverweigerin zu 14 Monaten Haft verurteilt

Zwei Verweigerer in USA in Haft

30.04.2013 – Die US-Kriegsdienstverweigerin Kimberly Rivera wurde am Montag vom Militärgericht in Fort Carson zu 14 Monaten Haft und unehrenhafter Entlassung wegen Desertion verurteilt. Aufgrund einer Vereinbarung im Vorverfahren muss sie zehn Monate in Haft bleiben. Kimberly Rivera war nach Kanada geflüchtet, um nicht wieder im Irakkrieg eingesetzt zu werden.

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Interview mit Pater Roy Bourgeois, dem Gründer von SOA Watch

ES REICHT! Die Bewegung, die erreichen will, dass die School of the Americas geschlossen wird

Von Felicia Gustin, www.war-times.org / 29.10.2012

Kaum etwas verdeutlicht die militärische Aggression der USA in Lateinamerika besser als die School of the Americas. Während der 66 Jahre ihrer Existenz hat diese militärische Trainings-Institution in Fort Benning in Columbus, Georgia, mehr als 64 000 lateinamerikanische Soldaten und Sicherheitsbeamte in allem Möglichen unterrichtet: von Aufstandsbekämpfungs-Techniken über Verhörtaktiken bis zum Kommando in einem Krieg. Die Schule wurde 2001 in Western Hemisphere Institute for Security Cooperation (WHINSEC) umbenannt. Ihre Absolventen sind für die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschenrechte in der jüngeren Geschichte in Lateinamerika verantwortlich.

Roy Bourgeois 2005 in Aachen im Gespräch mit aixpaix.de-Herausgeber Otmar Steinbicker. Foto: Michael Klarmann

Pater Roy Bourgeois ist der Gründer von SOA Watch, einer Organisation, die seit mehr als zwei Jahrzehnten darauf hinwirkt, dass die School of the Americas geschlossen wird. Seit ihrer ersten Nachtwache 1990 mit 10 Teilnehmern an den Toren von Fort Benning ist dieses Treffen auf die größte jährlich stattfindende anti-militaristische Demonstration in Nordamerika angewachsen: Tausende werden jährlich davon angezogen. Anlässlich des 23. Treffens, das vom 16. bis 18. November stattfinden wird, sprach ich für das "War Times Journal" mit Pater Roy.

Felicia Gustin: Nehmen Sie uns zu den Anfängen mit: Was führte zur Entstehung von SOA Watch und zu der ersten Nachtwache?

Roy Bourgeois: Vergewaltigung und Ermordung von drei Nonnen und einer Laienhelferin in El Salvador 1980 veranlasste eine Gruppe von uns, die einige Zeit in Lateinamerika verbracht hatte, dorthin zu fahren und den Fall zu untersuchen. Wir fanden heraus – und das stimmte mit den Ermittlungen einer Arbeitsgrupe des Kongresses überein -: Die für das Massaker wie auch für die Ermordung des Erzbischofs Oscar Romero in Salvador einige Monate zuvor Verantwortlichen waren in der US-Armee- School of the Americas ausgebildet worden. Wir fanden auch heraus, dass Personen, die Massaker an Campesinos und Führern der Landarbeiter in der gesamten Hemisphäre begangen hatten, an der SOA ausgebildet worden waren.

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Erfolg für Aachener Friedenspreisträger Roy Bourgeois

Nicaragua schickt keine Soldaten mehr nach Fort Benning

Roy Bourgeois (2. v. links) mit Daniel Ortega (3.v.l.) und Mitgliedern der SOAW-Delegation.

06.09.2012 - Der Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega, hat entschieden, keine nicaraguanischen Soldaten mehr an die School of the Americas in Fort Benning (USA) zu senden.

Ortega traf seine Entscheidung unmittelbar nach einem Treffen mit dem Aachener Friedenspreisträger Roy Bourgeois und einer Delegation der US-Friedensorganisation SOA Watch. Nicaragua ist nach Venezuela, Uruguay, Argentinien, Bolivien und Ecuador, das sechste lateinamerikanische Land das keine Soldaten mehr zur Ausbildung nach Fort Benning schickt.

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Wegen Protestaktion gegen US-Folterschule

Theresa Cusimano zu sechs Monaten Haft verurteilt

2005 erhielt Roy Bourgeois für das gleiche "Vergehen" den Aachener Friedenspreis

13.01.2012 - Theresa Cusimano, eine Aktivistin der US-Friedensorganisation SOA Watch, wurde am Freitag in Columbus im US-Bundesstaat Georgia zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Die 43 jährige Theresa Cusimano war am 20. November 2011 in einer Aktion des gewaltfreien zivilen Ungehorsams auf das Gelände der Militärbasis Fort Benning in Georgia eingedrungen, um gegen die fortgesetzte Ausbildung lateinamerikanischer Militärs unter anderem in Foltertechniken zu protestieren. Theresa Cusimanos demonstrativer Akt, über den Zaun des Militärgeländes zu klettern, war Höhepunkt einer großen Protestaktion von mehreren tausend Teilnehmern vor der Militärbasis, die als „School of the Americas“ berüchtigt war und später umbenannt wurde. An der Demonstration nahmen auch der prominente US-Schauspieler Martin Sheen sowie Menschenrechtsaktivisten aus Honduras, Kolumbien, Haiti und Costa Rica teil.

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Pentagon

US-Finanzprobleme wirken sich nicht auf Militäreinsätze im Ausland aus

13.05.2011 - Die Haushaltsprobleme und das hohe Budgetdefizit werden die Finanzierung der Militäroperationen der USA im Ausland nicht beeinflussen, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates in seiner Rede vor Militärs im Bundesstaat North Carolina.

„Das Repräsentantenhaus hat erst gestern die Bereitstellung von 118 Milliarden Dollar (im Finanzjahr 2012) für Einsätze im Ausland - das heißt im Irak und in Afghanistan - gebilligt. Im Fall von Libyen… haben wir bisher etwa 750 Millionen Dollar verausgabt, und wir werden diese Mittel ausfindig machen.“, versicherte Gates

Pressebericht "Novosti"

USA

Der Staatsfeind

29.04.2011 - Mit seiner Menschenrechtspolitik ist Obama gescheitert, wie der Fall des inhaftierten Wikileaks-Informanten Bradley Manning zeigt.

Pressebericht "Zeit-online"

USA

General Petraeus vor seinem dritten Krieg?

28.04.2011 - Die "Washington Post" sieht in der Nominierung von General David Petraeus für das Amt des CIA-Direktors ein Zeichen für eine stärkere Einbeziehung der CIA in die unmittelbare Kriegführung vornehmlich in Pakistan.

Das Blatt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass seit Obamas Amtsübernahme die CIA bereits 192 Drohnenanschläge in Pakistan verübt habe, bei denen 1890 Kämpfer getötet worden seien.

Die CIA habe in der Vergangenheit die Aussichten des Afghanistankrieges skeptischer beurteilt als Petraeus. Ein früherer CIA-Ofizier wird mit der Frage zitiert, was die Regierung künftig von der CIA erwarte. "Wollen sie einen zivilen Geheimdienst haben oder ein riesiges Anti-Terrorzentrum?"

Pressebericht (engl.) "Washington Post"

Otmar Steinbicker

Obamas Rochade

28.04.2011

Die Rochade ist ein Spielzug im Schach, bei dem König und Turm einer Farbe ihre Plätze tauschen. Sie ist keine offensive Aktion, sondern wird gewählt, um den König in eine sichere Position zu bringen und ein Schachmatt zu vermeiden.

Präsident Obama hat die wichtigsten Positionen für die Kriegführung nicht nur in Afghanistan neu besetzt und dabei eine Rochade vorgenommen.

Neuer Verteidigungsminister wird der bisherige CIA-Direktor Leon Panetta. Dieser war während Clintons Präsidentschaft Haushaltsexperte im Weißen Haus. Wie die „New York Times“ schreibt, wird von ihm erwartet, dringend notwenige Einschnitte im Verteidigungshaushalt zu realisieren. Sein Nachfolger als CIA-Chef wird General David Petraeus, der bisherige Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen in Afghanistan. Die Kosten für den Afghanistankrieg sind der größte Posten im Pentagonhaushalt.

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Personalwechsel in Obamas Stab

Pentagon: Panetta - CIA: Petraeus

27.04.2011 - Präsident Barack Obama stellt Amerikas sicherheitspolitische Führungsmannschaft neu auf: Der bisherige CIA-Direktor Leon Panetta soll offenbar Verteidigungsminister Robert Gates ablösen, der seit langem in den Ruhestand strebt. Als neuen Geheimdienstchef will Obama offenbar General David Petraeus rekrutieren, den bisherigen Kommandeur des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan. Anonyme Quellen im Weißen Haus bestätigten, die prominenten Personalwechsel würden "im Laufe des Sommers" umgesetzt.

Pressebericht "sueddeutsche.de"
Pressebericht "Spiegel-online"
Pressebericht (engl.) "New York Times"
Pressebericht (franz.) "Le Monde"

USA

27 Menschenrechts-Aktivisten verhaftet

Demonstration vor dem Weißen Haus

10.04.2011 - 27 Menschenrechts-Aktivisten wurden am Sonntag bei einer gewaltfreien Aktion vor dem Weißen Haus in Washington verhaftet. Sie erinnerten mit einem die-in daran, dass tausende Lateinamerikaner ermordet wurden durch Absolventen der US-Armee-Schule "School of the Americas".

Der Gründer der Initiative "Close the School of the Americas", Roy Bourgeois, wurde 2005 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Pressebericht (engl.) "soaw.org"

"Washington Post"

Fünf ehemalige US-Außenminister fordern Ratifizierung von START

02-12-2010 - In einem gemeinsamen Beitrag für die "Washington Post" haben sich fünf ehemalige Außenminister der USA für die Ratifizierung des START-Vertrages mit Russland ausgesprochen. Henry A. Kissinger, George P. Shultz, James A. Baker III, Lawrence S. Eagleburger and Colin L. Powell, die zu unterschiedlichen Zeiten als Außenminister unter republikanischen Präsidenten fungierten, forderten die Abgeordneten des US-Senats auf, das von den Präsidenten der USA und Russlands, Obama und Medwedew, unterzeichnete Abkommen in Kraft zu setzen.

Ihren Beitrag lesen Sie in englischer Sprache in der "Washington Post"

USA

Friedensbewegung protestiert gegen Folterschule

21-11-2010 - Mit einer großen Kundgebung und Demonstration protestierten Angehörige der Friedensbewegung der USA von Freitag bis Sonntag gegen die "School of the Americas" in Fort Benning, wo lateinamerikansiche Soldaten ausgebildet werden, u.a. in Foltertechniken. Die jährlichen Proteste gegen die Schule wurden von Roy Bourgeois, Aachener Friedenspreisträger 2005, begründet.

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