02.09.-07-10. Bielefeld
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 2. September 2010, 19.30 Uhr
Bielefelder Volkshochschule (Ravensberger Park, Kleiner Saal)
Die Situation palästinensischer Gefangener in Israel und ihrer Angehörigen sind hier in Deutschland kaum bekannt. Die Ausstellung macht auf die menschlichen Schicksale der Betroffenen und ihrer Angehörigen, vor allem der Frauen, aufmerksam. Auch ihre Unterstützung durch das Internationale Rote Kreuz wird verdeutlicht.
Begleitveranstaltungen
Begleitend zur Ausstellung finden folgende Vortragsveranstaltungen im Kleinen Saal der Ravensburger Spinnerei, jeweils um 19.30 Uhr, statt:
Donnerstag, 9. September 2010, 19.30 Uhr
Rosemarie zur Nieden (Pfarrerin i.R.): “Ökumenischer Friedensdienst in Bethlehem – ein Erfahrungsbericht”
Donnerstag, 16. September 2010, 19.30 Uhr
Ludwig Stienen / Elke Dreier: „Ökumenischer Friedensdienst in Israel und Palästina“
Dienstag, 21. September 2010, 19.30 Uhr
Petra Schöning (Sprecherin der Amnesty-International-Gruppe Israel/Besetzte Gebiete): “Palästinensische Gefangene in Israel“.
03.09. Bremen
19.30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4
Bundeswehrsoldaten sind als Teil der Internationalen Sicherheitsbeistandstruppen (ISAF) seit 2002 in Afghanistan im Einsatz, um die dortige Regierung bei der "Einhaltung der Menschenrechte, bei der Wahrung der inneren Sicherheit und der Ausbildung der Sicherheitskräfte in Streitkräften und Polizei" zu unterstützen.
Es ist inzwischen aber offensichtlich, das sie dort einen Krieg führen.
Florian Pfaff, Major der Bundeswehr, hat den Krieg im Irak nicht gebilligt. 2003 weigerte er sich an der von der Bundeswehr geleisteten logistischen Unterstützung des US-geführten Angriffs auf den Irak mitzuwirken. Er wurde daraufhin drangsaliert, mit Gefängnis bedroht und degradiert. Er wehrte sich und klagte dagegen. 2005 wurde er durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts rehabilitiert.
Florian Pfaff wird in seinem Vortrag schildern, welchen Anteil die Bundeswehr am Irak-Krieg in Wirklichkeit hatte und wie in der Bundeswehr “gewissenloses Befolgen von Befehlen" erwartet wird. Er wird auch darlegen, wie durch die Führungsspitze der Bundeswehr an der systematischen Verharmlosung von Angriffskriegen gearbeitet wird. Nach seiner Meinung ist die “Umetikettierung von Angriffkriegen", die durch unsere Verfassung verboten sind, in vollem Gang.
"Gerechtigkeit und Versöhnung. Mit europäischen Partnerkirchen auf dem Weg zur Überwindung von Gewalt"
Tagung zum Abschluss der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte
08.-09.10.2010 Bonn
Tagung
18.09. Köln
13.30 bis 17.00 Uhr, Bürgerhaus Stollwerk (Raum 310), Dreikönigenstr. 32
mit Dr. Karl Fischer (Botschafter a.D., angefragt) Paul Schäfer, MdB (verteidigungspolitischer Sprecher Linksfraktion im Bundestag, Obmann im Kundus Untersuchungsausschuss) Otmar Steinbicker (Herausgeber des Friedensmagazins www.aixpaix.de und Afghanistan-Spezialist der "Kooperation für den Frieden").
Galerie in der Rheinbastion Festung Ehrenbreitstein
Veranstalterin: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
mit
Dr. Bruno Schoch, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt, Mitherausgeber des FGA
Winfried Nachtwei, MdB a.D., Bündnis 90/Die Grünen
N.N., Heeresführungskommando, Koblenz
Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Bonn International Center for Conversion (BICC), Bonn
Otmar Steinbicker (Kooperation für den Frieden) in Vertretung von Naqibullah Shorish, Mitglied der Nationalen Friedens-Jirga Afghanistans
9. Aachen(Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben)
mit Felicia Langer, Rupert Neudeck, Udo Steinbach, Rolf Verleger, Ghaleb Natour
Teilnehmende sind eingeladen mit diesen Nahostexperten die Hintergründe des israelisch-palästinensischen Konflikts aufzuarbeiten und mögliche Lösungen zu erarbeiten.
Haus der Evangelischen Kirche Frère-Roger-Str.8-10 52062 Aachen
Seminargebühr: 25€, Eintritt für einen einzelnen Vortrag: 5€. Weitere Infos und Anmeldung kontakt@israel-palaestina.de
Das Programm von PAXX 2010 bietet Workshops und Seminare, u.a. zu gewaltfreien Aktionen, zivilem Ungehorsam, ziviler Konfliktbearbeitung, Zivilcourage, Rebell Clown Action, Großpuppenbau, rechtlicher Aufklärung/Versammlungsrecht, Straßentheater, Kommunikationsguerilla, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, zu verschiedenen inhaltlichen Themen u.v.m.
PAXX 2010 wird getragen von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), dem Bund für Soziale Verteidigung und der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden. Wir zählen auf Euch und Eure breite Unterstützung - Initiativen, Basisgruppen, Netzwerke und Organisationen aus der ganzen deutschen Friedens- und antimilitaristischen Bewegung.
Afghanistan - Internationale Gemeinschaft am Scheideweg oder Verhandeln statt schießen
Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich / Welt und Gesellschaft: Politik im Gespräch
Der Aachener Journalist Otmar Steinbicker setzt sich seit Jahren mit den Konflikten im Nahen Osten auseinander und ist Zeitungslesenden in unserer Region hinlänglich bekannt. Er ist u.a. Mitglied des Kooperationsrates der Kooperation für den Frieden (Zusammenschluss von 50 deutschen Friedensorganisationen und -initiativen) und Mitglied des Beirates der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO).
Gemeinsam mit Oberstleutnant Jürgen Heiducoff, der von 2006-2008 Militärattaché an der deutschen Botschaft in Kabul war, wird er in Jülich über die Situation in Afghanistan berichten.
18.30 - 20.45 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Str. 30, Gebühr: 5,00 Euro.
Das Afghanistan-Desaster der NATO zeigt ebenso wie andere Militäraktionen, dass Kriege heute kaum noch gewinnbar sind. Zu glauben, man könne damit Probleme lösen, erweist sich immer häufiger als tödliche Illusion.
Zivile Konfliktbearbeitung dagegen kann Bürgerkriege beenden. Der Aachener Karlspreisträger Andrea Riccardi hat das in Moçambique eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Krieg hat aufgehört, "ultima ratio" zu sein, Krieg wird immer deutlicher zur "ultima irratio".
So ist es ein wenig still geworden um die vor wenigen Jahren noch hochgepriesenen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Ihre Perspektive steckt in der Sackgasse Afghanistan. Längst sind die Generale kleinlaut geworden, geben offen zu, dass ihre Fähigkeiten begrenzt sind, dass Militär keinen Frieden schaffen kann. Allenfalls Zeit gewinnen, damit Politik Frieden schaffen kann, lautet jetzt ihre Devise.
Die offenkundige Krise militärischer Möglichkeiten stärkt die Chancen für eine neue Sicherheitsdebatte, mit dem Ziel, ernsthaft den Krieg zu ächten. Der Schlüssel liegt in der von einem der Obama-Vorgänger, Woodrow Wilson, während des Ersten Weltkrieges entwickelten Konzeption der kollektiven Sicherheit. Dabei geht es darum, nicht die Sicherheit einzelner Staaten auf Kosten anderer Staaten, sondern die Sicherheit aller Staaten gemeinsam zu gewährleisten. Der Krieg muss als gemeinsame Gefahr für alle aufgefasst werden, der die Interessen der gesamten Gemeinschaft berührt". Sicherheit wird damit als unteilbar betrachtet.
Otmar Steinbicker
